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        <title>Blog Feed</title>
        <description><![CDATA[RSS-Feed für das Blog zur humanen Nutzung der Informationstechnologie]]></description>
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            <title>Auf Kaiser Wilhems Spuren</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/193-auf-kaiser-wilhems-spuren.html</link>
            <description><![CDATA[<p>"Ich glaube an das Pferd. Das Auto ist lediglich eine vorübergehende Erscheinung", urteilte Kaiser Wilhelm II. dereinst über Carl Benz' Erfindung, die die Welt verändern sollte. Die Dimension dieser Fehleinschätzung ist sicher atemberaubend, aber heutige Politiker scheinen zuweilen eine ähnliche Weitsicht an den Tag zu legen, wenn sie sich mit den neuen Medien befassen. Anders lässt sich die Entscheidung der schwarz-gelben Regierungskoalition, das von den Verlagen gewünschte sogenannte Leistungsschutzrecht umzusetzen, beim besten Willen nicht erklären. Dieses "Leistungsschutzrecht" bedeutet im Wortlaut der Koalition: "Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen."</p>
<p><br />Man muss wirklich nicht viel vom Internet verstehen, um zu begreifen, wie unglaublich abstrus dieser Vorschlag ist. Seitenzugriffe sind im Internet das, was Verkaufszahlen in der Zeitungswelt sind: Ein Gradmesser für die Reichweite des Blattes und damit ein Argument für Werbekunden, der Zeitung/Website Geld für das Veröffentlichen einer Anzeige zu bezahlen. Suchmaschinen und News-Aggregatoren machen die Online-Angebote von Verlagen besser auffindbar, erhöhen die Seitenzugriffe und damit auch die Werbeeinnahmen. Dass diese Anbieter, die dem Internetnutzer und dem Verlag gleichermaßen einen Dienst leisten, dafür bezahlen sollen ist, in den Worten des bekannten Bloggers Stefan Niggermeier, so, "als müssten die Gelben Seiten den Unternehmen dafür zahlen, dass sie ihre Informationen aufnehmen dürfen".</p>
<p><br />Der Vergleich trifft ins Schwarze, zumal die Zeitungen ihre Artikel aus eigenem Antrieb kostenlos online stellen und mit ihren Websites Einnahmen generieren. <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Axel-Springer-legt-dank-Internet-und-Auslandsgeschaeft-deutlich-zu-1465150.html">So hat der Axel Springer Verlag ("Bild", Welt") 2011 im Internet knapp eine Milliarde Euro Umsatz erzielt und damit fast soviel wie mit in Deutschland verkauften Zeitungen (1,16 Mrd. €)</a>. Verlage, die dieser Strategie nicht folgen wollen, haben wiederum die Möglichkeit, ihre Internet-Angebote aus Suchmaschinen entfernen zu lassen. Das tun sie natürlich nicht, weil das gegen ihre eigenen Interessen verstoßen würde. Aber nun wollen sie für diesen ihnen gebotenen (!) Service bezahlt werden - und die Koalition, <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2011/11/das-internet-kein-rechtsfreier-raum/">deren Mitglieder ohnehin des öfteren durch profunde Unkenntnis des Internets auffallen</a>, macht mit.</p>
<p><br /><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13902966/Tagesordnung-bei-der-schoene-Sachen-rauskommen.html">Die "Welt Online" erklärte das Thema ihren Lesern übrigens am Montag so</a>: "Suchmaschinenbetreiber wie Google schütten für ihre Veröffentlichung von Presseartikeln eine Abgabe an die Verlage aus, an der die Autoren und Kreativen beteiligt werden." Nun veröffentlichen Suchmaschinen die Artikel nicht, sondern verweisen lediglich auf sie. Es wird zwar eine Kopie davon z.B. im Google-Cache gespeichert, aber der Nutzer bewegt sich zum Lesen der Presseartikel nicht auf Google, sondern auf dem Website des Presseorgans. Aber es war ja auch die Internet-sachkundige "Welt", die 2001 erklärte: "Das Internet wird kein Massenmedium, weil es in seiner Seele keines ist." Was immer das heißen mag.</p>
<p><br />Es ist schwer vorherzusagen, wie das noch zu schreibende Gesetz, sollte es den zu erwartenden Sturm der Empörung seitens der Netzgemeinde und netzaffiner Persönlichkeiten überleben, sich auf die Gestalt der betroffenen Internetdomains auswirken wird. Spannend dürfte werden, wo die Grenze bei "gewerblichen Anbietern" liegen wird, namentlich ob wirklich "nur" Web-Unternehmen betroffen sein werden oder auch diverse spendenfinanzierte Seiten. Vielleicht werden einige Blogs, die auf einem gut selektierten und kommentierten Medienspiegel beruhen, einfach sterben. Angebote wie Bildblog.de, das fehlerhafte oder stark tendenziöse Berichterstattung in den traditionellen Medien beleuchtet, dürften auf jeden Fall verschwinden. Und Suchmaschinen werden möglicherweise die Online-Angebote der Zeitungen einfach aus ihrem Index entfernen, um sich die Kosten zu sparen. Damit haben die Suchmaschinen ein schlechteres Angebot, die Nutzer schlechtere Möglichkeiten, Informationen zu erhalten, und die Zeitungen schlechtere Zugriffszahlen und weniger Werbeeinnahmen. Am Ende verlieren alle.</p>
<p>Kaiser Wilhelm hätte es nicht schlechter machen können.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Wed, 07 Mar 2012 14:38:38 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/193-auf-kaiser-wilhems-spuren.html</guid>
        </item>
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            <title>Wir sind Guttenberg!</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/164-wir-sind-guttenberg.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Mit dieser provokanten Headline möchte ich keine moralische These aufstellen. In moralischer Hinsicht vertrete ich die Meinung von Willi Reiners in "Tagesthema" auf Seite 1 des Böblinger Boten vom 2. März 2011:</p>
<p><i>"Nun ist er also doch zurückgetreten. Endlich. Karl-Theodor zu Guttenberg zieht die Konsequenz aus seinem schweren persönlichen Versagen. Er kam zu seinem Doktortitel, indem er seitenweise bei anderen abschrieb, ohne dies kenntlich zu machen. Damit verhöhnte er jeden einzelnen hart und ehrlich arbeitenden Studenten - und trat das Ethos der Wissenschaften mit Füßen. Dass dies keine Bagatelle ist, wie auch Politikerfreunde zunächst vorgaben, zeigt schon die Tatsache, dass ein strafrechtliches Nachspiel droht. Geistiges Eigentum ist in diesem Land geschützt".</i></p>
<p>Und weiter in derselben Zeitung in einer dort auf S. 4 unter der Überschrift "Guttenberg und das Netz" abgedruckten dpa-Meldung:</p>
<p><i>"Mindestens die Hälfte von Guttenbergs Dissertation ist nach einer Analyse der Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki abgekupfert. Laut einer automatischen Auswertung seien 8000 der 16300 Textzeilen Plagiate, erklärten die Betreiber des Internetprojekts, unter anderem ein Doktorand, der anonym bleiben will. Sie bedauerten, dass der Verteidigungsminister bei seinem Rücktritt "keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft" seiner Dissertation gefunden habe. In dem Wiki dokumentieren Internetnutzer gemeinsam, wo Guttenberg abgeschrieben haben könnte. (dpa)".</i></p>
<p>Der letzte Satz ist es, der mich besonders angesprochen hat, und ich stelle hier die Frage, ob die vorhandenen Suchmaschinen für Textwiederholungen bzw. ähnliche Textstellen schon so leistungsfähig sind, dass sie Textquellen nachweisen können, wie ein Rechtschreibprogramm Fehler in der Schreibweise?</p>
<h4><b>Die Zitiermaschine</b></h4>
<p>Mit einem solchen Werkzeug könnten Plagiate zwar nicht verhindert werden, wären aber wohl nachweisbar. Sehr wünschenswert - ja notwendig - wäre es darüber hinaus, auch die Zitierung zu vereinfachen. Sie ist nicht nur umständlich - wie hier gezeigt wird - sondern auch für viele Leser abschreckend und fördert die Weitergabe von Wissen nur sehr indirekt - eben im Rahmen wissenschaftlicher Arbeiten.</p>
<p>Aber die, die mitten drin im (sozialen) Leben stehen, wollen und können nicht bei jeder Gelegenheit zitieren, vor allem diejenigen nicht, die Entscheidungen treffen müssen. Ihre eigentliche Botschaft besteht nicht aus einzelnen Wissenselementen, die irgendwer in die Welt gesetzt hat, sie wollen diese Elemente vielmehr zu einer neuen Aussage verbinden, und die soll problemlösend sein. Im privaten, wirtschaftlich-sozialen und politischen Alltag wird auch nicht nach der elementaren Wahrheit gesucht, sondern nach zweckmäßigen menschenwürdigen Lösungen. Sie bilden ein Mosaik aus verschiedenfarbigen Elementen des Wissens und der Wahrheit und stellen die eigentliche geistige Leistung dar, die auch Urheberrechtsschutz genießen sollte.</p>
<h4><b>Eine Steigerung der geistigen Produktivität tut Not</b></h4>
<p>Um ein technologisches Beispiel zu "zitieren", möchte ich hier auf die Geschichte des Automobilbaus hinweisen: zu den "Erfindern" unserer Autos, an die wir uns zu Recht erinnern, zählt neben C. F. Benz und C. Daimler insbesondere auch H. Ford, der die Fließfertigung im Automobilbau einführte - d. h. eine Methode, mit der die Teile sehr praktisch zu einem Ganzen montiert werden - und der damit die 2. Phase der Industrialisierung einleitete. Dazu aus Readers Digests Universallexikon, Band 10 (von 18), S. 91:</p>
<p><i>"Die ersten Automobile waren ausgesprochene Luxusfahrzeuge. Erst 1908 gelang des H. Ford, mit seinem Modell T ein Gebrauchsfahrzeug zu erschwinglichem Preis auf den Markt zu bringen. 1910 richtete er den ersten Service ein u. bildete systematisch Mechaniker aus. Die erste Bewährungsprobe ...".</i></p>
<p>Den weiteren Text lasse ich hier lieber weg. Die Fortsetzung ist zwar brisant, jeglicher Kommentar dazu würde diesen Beitrag jedoch sprengen und verfälschen. Man muss eine Auswahl der Elemente vorsehen, die in das Mosaik passen und die generelle Aussage verdeutlichen. Hier möchte ich nämlich nur auf die organisatorische, wirtschaftliche und soziale Bedeutung der Faktorkombination hinweisen, die uns in der Güterproduktion entscheidend vorangebracht hat.</p>
<p>Die gleiche Vorgehensweise tut auch in der Wissensproduktion Not. Nur wenn es uns gelingt, die Produktivität unserer geistigen Arbeit um einen ähnlich hohen Faktor zu steigern, wie die der körperlichen, werden wir in die Lage versetzt, die vielen äußerst komplexen Lösungen zu finden, die wir für eine menschlichere Welt benötigen.</p>
<h4><b>Das Gute an der Guttenberg-Affäre</b></h4>
<p>Wenn man also etwas Gutes aus der Guttenberg-Affäre erkennen will, dann vor allem, dass er es wie alle Erfolgreichen gemacht hat, nämlich aus Wissensbausteinen neue Erkenntnisse bzw. Problemlösungen zu generieren. Sein Fehler war, nicht auf alle geistigen Väter (und Mütter) hinzuweisen, die elementare Vorarbeiten geleistet haben. Das ist - allgemein formuliert - auch die Methode, nach der wir im Alltag leben. Insofern sind wir alle Guttenberg. Die Informationstechnologie, d. h. in diesem Zusammenhang Computer und Internet, können uns helfen, eine entsprechende Wissensproduktion zu betreiben, ohne die geistige Urheberschaft zu verleugnen. Sie sind unsere Werkzeuge für mehr Lebensqualität. Nebenbei bemerkt: das Motto</p>
<p><b>"Mehr Lebensqualität durch Informationstechnologie"</b></p>
<p>ist von mir erstmals im Jahre 2007 anlässlich der Preisverleihung zum Thema "Bürgernahe Anwendungen der Informations- und Kommunikations-Technologie" der "Integrata-Stiftung für humane Nutzung der Informationstechnologie" in die Welt gesetzt worden. In dieser Stiftung entwickeln wir seitdem den Gedanken auf unserem Portal HumanIThesia weiter. Inzwischen ist ein 10 Thesen-Papier zur Verbesserung der Lebensbedingungen durch humane Nutzung der Informationstechnologie entstanden. These Nr. 4 daraus lautet: "Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Kommunikationspartnern durch sachgerechte Information und freie Kommunikation". Siehe dazu auch: <a href="http://www.humanithesia.org/index.php/eu.html">http://www.humanithesia.org/index.php/eu.html</a>.</p>
<p>Google weiß es bereits!</p>
<p>Herzlich<br />W. Heilmann<br />(Stifter)</p>]]></description>
            <author> dr.w.heilmann@t-online.de (Wolfgang Heilmann)</author>
            <pubDate>Sat, 05 Mar 2011 19:59:37 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Guttenberg, Plagiate und das Werkzeug Internet</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/163-guttenberg-plagiate-und-das-werkzeug-internet.html</link>
            <description><![CDATA[Wenige Stunden nach der Rücktrittserklärung des Verteidigungsministers listete <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/gewinner-und-verlierer-des-skandals-die-bilanz-der-guttenberg-affaere-1659088.html">die Homepage des Magazins "Stern"</a> die Verlierer und die Gewinner der Plagiarismus-Affäre auf. Zu den Verlierern zählte das Blatt neben der Union und diversen Politikern aus ihren Reihen auch die "Bild"-Zeitung. Als größten Gewinner verortete der "Stern" das Internet, denn der "Guttenplag-Wiki" "[...]hatte selbst die "Bild"-Zeitung nur wenig entgegenzusetzen. [...] Kein Mensch, kein Team, keine Arbeitsgemeinschaft hätte so schnell die Dimension des Plagiats entlarven können." Internet schlägt Printmedien?<br /><br />Es ist wohl nicht vermessen zu behaupten, das Internet habe bei dem Fall Guttenbergs eine bedeutende, vermutlich sogar entscheidende Rolle gespielt. Ohne Internet hätte der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano die ersten kopierten Textstücke wohl nie gefunden. Vor allem aber wäre ohne Internet das Ausmaß, in dem Guttenberg offensichtlich plagiiert hat, niemals bekannt geworden. Ohne die immer neuen Meldungen über weitere entdeckte Textkopien hätte sich die Aufregung nach wenigen Tagen gelegt, es wäre bei einigen empörten Ausrufen geblieben und viele Bundesbürger hätten den Worten des Ministers geglaubt, er habe nur ein paar Fußnoten vergessen. So aber entwickelte das Thema eine größere Dynamik, immer mehr Personen des öffentlichen und des akademischen Lebens sahen sich veranlasst, Stellung zu nehmen. Im Internet unterzeichneten weit über 20.000 Doktoranden einen offener Brief an die Kanzlerin, in dem ihre Unterstützung Guttenbergs harsch kritisiert wurde. Am Ende halfen selbst die grandiosen Umfrageergebnisse aus jüngster Zeit und die Unterstützung des auflagenstärksten deutschen Blatts nicht mehr. <br /><br />Nebenbei bemerkt: Darin, dass das Internet wesentlichen Anteil am Sturz eines Plagiators hat, liegt eine gewisse Ironie. Schließlich hat, wie der Grazer Professor Hermann Maurer und seine Mitarbeiter in mehreren Arbeiten ausführen, das Internet das Plagiieren einfach und bequem gemacht und dadurch zu einem Massenphänomen werden lassen: Maurer schätzt anhand von Stichpoben, dass etwa 30% aller studentischen Arbeiten Plagiate enthalten. Das Internet verstärkt also das Arsenal von sowohl Plagiatoren als auch Plagiatsjägern - erstere finden leichter Texte, die sie kopieren können, letztere entdecken solche Kopien leichter und schneller. Das Internet ist sicher nicht der Tod der Plagiatoren, zumindest bis auf weiteres nicht. Insofern stimme ich auch der Medienjournalistin Christiane Schulzki-Haddouti nicht zu, <a href="http://www.zeit.de/news-032011/1/iptc-bdt-20110301-380-29004174xml?page=1">die aufgrund des Internets  auf eine Verbesserung der Qualität von Hochschularbeiten hofft</a> (siehe Artikelende). Guttenberg wäre, wie sie richtig sagt, ohne das Internet wohl nicht gestürzt, aber eben auch nicht durch das Internet alleine.<br /><br />So banal es auch klingen mag, sowohl Netzkritiker als auch Netzenthusiasten vergessen gerne, dass das Internet lediglich ein Werkzeug ist, wenn auch ein einflussreiches. Das Internet war in der Guttenberg-Affäre Informationsquelle für die klassischen Medien, die auf Basis dieser Informationen öffentlichen Druck erzeugten. Über das Schicksal von Politikern wird nicht im Netz entschieden, so gern mancher Netzaktivist das nun propagieren würde. Realistischer scheint mir die auch im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre gehörte Behauptung, das Internet könne der Zivilgesellschaft eine bessere Kontrolle der Politik ermöglichen.  <a href="http://medienstratege.de/2011/03/ahnungslose-reporter-im-fall-guttenberg/">Denn aufgrund der vielen potentiellen Informationsquellen kann oft eine Informationstiefe erreicht werden, die für die klassischen Medien allein nicht zu finanzieren wäre</a>.  Hinzu kommt, dass die Netzgemeinde als Ganzes zwar durch Texte bezahlter Schreiber und durch Falschinformationen behindert werden kann, nicht aber durch politischen oder wirtschaftlichen Druck. Damit kann sie als Teil der Vierten Gewalt wirken und die Presse in den Bereichen ergänzen, in denen diese versagt oder nicht leistungsfähig genug ist. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Landschaft der Informationsquellen zu politischen Fragen verändern wird.]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Fri, 04 Mar 2011 13:30:04 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Tunesien und Ägypten: Welche Rolle spielen soziale Netzwerke wirklich?</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/155-tunesien-und-aegypten-welche-rolle-spielen-soziale-netzwerke-wirklich.html</link>
            <description><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,742430,00.html">Spiegel Online</a> hat zu diesem Thema einen interessanten Artikel veröffentlicht, der die Bedeutung von Facebook, Twitter und Konsorten für die Ereignisse in Tunesien und Ägypten betrachtet. Der Tenor lautet: Es gibt keine "Facebook-Revolution" und keine "Twitter-Revolution", auch wenn das Internet einen gewissen Einfluss ausübt.</p>
<p><br />So sei die Rolle des Kurznachrichtendienstes Twitter bei der iranischen Revolte 2009 maßlos überschätzt worden: Nur etwa 60 Iraner, so eine Untersuchung des arabischen Nachrichtensenders al-Dschasira, hätten zu dieser Zeit Twitter genutzt, viele von ihnen schrieben ihre Nachrichten in Englisch und nicht in der Landessprache Farsi.</p>
<p><br />Facebook wiederum, meint der kanadische Journalist und Bestsellerautor Malcolm Gladwell, stelle nicht die engen sozialen Kontakte zwischen seinen Nutzern her, die notwendig seien, um Menschen zum Protest zu motivieren. Für lose Bekanntschaften nehme man nicht das mit Protesten verbundene Risiko auf sich.</p>
<p><br />Haben die sozialen Netzwerke also keinerlei Bedeutung? Das nun nicht, sagt Evgeny Morozov, der über die Zusammenhänge zwischen Internet und politischem Wandel forscht und schreibt und selbst zu den Skeptikern zählt. Soziale Netzwerke stellen einen effizienten Informationskanal dar, über den sich nichtoffizielle Nachrichten schnell verbreiten und Proteste koordiniert werden können. Sie können aber auch von autoritären Regimes genutzt werden, um ihre Gegner effizienter zu verfolgen. Das Internet ist ein Werkzeug, das von jedem genutzt werden kann.</p>
<p><br />Einen anderen Punkt führt Andrew Wood von der Harvard-Universität an (siehe auch den Artikel auf <a href="http://www.n-tv.de/politik/Internet-wird-ueberschaetzt-article2532271.html">n-tv.de</a>): Eine Revolution kann nur beginnen, wenn die Unzufriedenen wissen, dass sie nicht allein sind, dass viele andere genau so denken wie sie. An dieser Stelle wird aus dem Einzelkämpfer ein Mitglied einer Bewegung. Und an dieser Stelle könnten soziale Netzwerke dafür sorgen, dass die kritische Schwelle überschritten wird, ab der die Menschen an die Möglichkeit einer Revolution glauben.</p>
<p><br />Es ist schwer abzuschätzen, ob Facebook in Tunesien oder in Ägypten ein wichtiger Katalysator war oder einfach für manche Aufgaben das geschickteste Werkzeug darstellte, an einem Punkt , an dem die weitere Entwicklung schon vorgezeichnet war. Insofern wird es auch schwierig, die Bedeutung sozialer Netzwerke für zukünftige Entwicklungen zu prognostizieren - sie sind einfach ein Werkzeug, das eben auch für die Verbreitung politischer Meinungen genutzt werden wird.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Sat, 05 Feb 2011 12:33:35 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/155-tunesien-und-aegypten-welche-rolle-spielen-soziale-netzwerke-wirklich.html</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Die Macht der Informationstechnologie – Teil 2: Chancen und Risiken</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/151-die-macht-der-informationstechnologie--teil-2-chancen-und-risiken.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Der erste Blogeintrag zu diesem Thema betrachtete die Gründe und Mechanismen für die große Bedeutung, die die Informations- und Kommunikationstechnologie hat. Hier soll es darum gehen, welche Chancen und Risiken sich prinzipiell hinter den einzelnen Mechanismen verbergen.</p>
<p> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Verbesserte Verfügbarkeit von Wissen</span></p>
<p>Verbesserte Verfügbarkeit von Wissen bedeutet zum einen, dass man schneller und effizienter an Informationen gelangen kann – der Einzelne kann mehr wissen, da ihm mehr Zeit zum Aufnehmen der schneller gefundenen Informationen bleibt, und kann es sich leisten, Themenbereiche und Spezialfälle zu betrachten, bei denen der Aufwand für die Suche früher den Wert der Information deutlich überstiegen hätte. Das bringt eine enorme Vereinfachung für jene mit sich, deren Arbeitsgebiet das Wissen an sich ist – gut durchsuchbare Datenbanken sowie schnellere und einfachere Kommunikation durch die IKT haben z.B. den Alltag vieler Wissenschaftler deutlich erleichtert und dadurch zu schnellerem wissenschaftlichem Fortschritt beigetragen. Der Begründer des WWW arbeitete nicht zufällig für eine Forschungsorganisation (das CERN) – das Ziel des WWW war ursprünglich ein universeller Standard, über den Wissenschaftler sich austauschen können sollten. Aber auch im Alltag des einfachen Bürgers stehen für Entscheidungen mehr Informationen schneller zur Verfügung – ich kann besser entscheiden, welches die für meine Zwecke beste Kamera ist und welches Buch besonders gute Informationen zu einem Thema liefert. Eine weitere Art von Wissen, die schneller verfügbar ist, sind Gedanken oder Informationen, die von einem Menschen zum anderen weitergegeben werden müssen – die Weitergabe erfolgt teilweise um ein Vielfaches schneller, was zu einem „globalen Dorf“ führen kann.</p>
<p>Der potentielle Nachteil ist, dass Informationen auch flüchtiger werden – sie können leichter zu jemandem gelangen, zu dem sie nicht gelangen sollen. Die Bedrohung unserer Privatsphäre durch das Sammeln und Auswerten online verfügbarer (und freiwillig hinterlassener!) Daten ist sattsam bekannt, aber nicht das einzige Problem. Diebstahl und illegitime Verbreitung sensibler Daten – Bank- und Gesundheitsdaten über den einzelnen Bürger, vertrauliche Informationen aus Firmen und Verwaltungen – wird um ein Vielfaches leichter, wenn Daten über Computer anstatt über Akten zugänglich sind und daher einfacher und schneller kopiert werden können. Daten auf einem ans Internet angeschlossenen Rechner können von fast jedem Ort der Erde aus gestohlen werden. Auch der Computer, auf dem sich die Daten befinden, ist wesentlich leichter zu stehlen aus ein Aktenschrank: Im Zeitraum von Anfang 2005 bis Anfang 2008 sind laut Bundesinnenministerium aus deutschen Behörden etwa 500 Rechner verschwunden – alle zwei Tage ein Rechner, auf dem sich sensible Daten befinden können. Denn sensible Daten werden bei weitem nicht immer streng bewacht: 1990 wurde laut „Spiegel“ einem britischen Luftwaffenoffizier sogar ein Laptop mit dem kompletten Invasionsplan für das damals vom Irak besetzte Kuwait gestohlen – aus seinem Auto.</p>
<p> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Informationsverarbeitung</span></p>
<p>Wenn Computer in der Lage sind, Informationen zu erfassen, zu analysieren und auf sie zu reagieren, sind sie in der Lage Aufgaben auszuführen und Funktionen zu übernehmen, die früher Menschen vorbehalten waren. Teilweise werden solche Aufgaben dadurch erst durchführbar – wie beispielsweise beim sogenannten Data Mining, bei dem teilweise riesige Datenberge automatisiert nach Mustern durchsucht werden, was eine nicht zu finanzierende Menge an menschlicher Arbeitszeit benötigen würde. In Kombination mit Input durch Sensoren kann Software Roboter steuern, die den Menschen weiter von Routinearbeit entlasten und ihm somit mehr Zeit für Muße, Kreativität und den Umgang mit anderen Menschen kann. Und diese Fähigkeit, eigenständig auf die Umgebung zu reagieren, ermöglicht technische Anwendungen, die das Leben körperlich eingeschränkter Menschen deutlich erleichtern und in nicht allzu ferner Zukunft auch körperliche Behinderungen wettmachen können. Bereits vorhandene Beispiele sind die technisch machbare Steuerung eines elektrischen Rollstuhls durch nichtintrusive Mimikanalyse oder der Sprachcomputer, mit dem sich praktisch vollständig gelähmte Menschen wie z.B. der Astrophysiker Stephen Hawking sich verständlich machen können.</p>
<p>Die Kehrseite der Informationsverarbeitung ist, dass sie eben auch genutzt werden kann, um zu viele Informationen zu erlangen: Das Analysieren leicht zugänglicher Daten mag nicht ganz so wirksam sein wie Spionage, ist aber oft wirksam genug und unter Umständen deutlich weniger aufwändig. Aus dem Surfverhalten eines Benutzers lässt sich viel über seine Interessen, Ansichten und auch Schwächen erfahren, ohne dass man ihn physisch beobachten muss. Überwachungskameras können nicht nur bei der Aufklärung von Verbrechen behilflich sein, mit einer leistungsfähigen Gesichtserkennungssoftware lassen sich die Aufenthaltsorte tausender Personen ausfindig machen und Bewegungsprofile erstellen, Verhaltenserkennung. Durch hinreichend gute Informationsverarbeitung kann ein Computer mit einer Überwachungskamera Auge und Ohr eines Menschen vollständig ersetzen – ohne Ermüdungserscheinungen oder Unaufmerksamkeit. Mit der wachsende Anzahl an Überwachungskameras (in Großbritannien sind es Schätzungen zufolge deutlich mehr als 4 Millionen), kombiniert mit Software zur Gesichtserkennung, Spracherkennung und -auswertung und zur Verhaltensanalyse ließe sich ein Überwachungsstaat bauen, der Orwells Dystopie an Effizienz mühelos übertrifft.</p>
<p>Selbst die Möglichkeit, menschliche Arbeitskraft bei zunehmend komplexen Fertigungsprozessen durch Roboter zu ersetzen, ist zweischneidig: Einerseits ermöglicht es den Menschen prinzipiell, mehr Zeit für Selbstentfaltung, soziale Kontakte und soziales Engagement aufzubringen, andererseits sinkt dadurch der Bedarf an Arbeitskräften für die Produktion von Gütern – problematisch in einer Gesellschaft, in der Wohlstand und Wohlbefinden eng mit Erwerbsarbeit verknüpft sind. Ein Fortschreiten dieses Prozesses wird unsere Gesellschaft vor größere Herausforderungen stellen, als es ohnehin schon der Fall ist.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Tue, 11 Jan 2011 22:10:45 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/151-die-macht-der-informationstechnologie--teil-2-chancen-und-risiken.html</guid>
        </item>
        <item>
            <title>Artikel zu Stuttgart 21 und e-Democracy</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/146-artikel-zu-stuttgart-21-und-e-democracy.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Ein kurzer Hinweis in eigener Sache:</p>
<p>Michael Mörike hat zum Thema eDemocracy einen Artikel <a href="http://www.humanithesia.org/index.php/edemocracy/artikel/145-was-lernen-wir-aus-stuttgart21.html">"Was lernen wir aus Stuttgart21?"</a> verfasst, in dem er die Bedeutung von Volksabstimmungen über politische Projekte analysiert und auf die Möglichkeit von Diskussionen und Abstimmungen dazu mit Hilfe des Internets anspricht. Wir wären sehr an Ihrer Meinung dazu interessiert: Was denken Sie über Politik und Bürgerwillen in Zeiten des Internets? Diskutieren Sie mit uns über dieses Thema<a href="http://www.humanithesia.org/index.php/forum-a/29-allgemein/64-blogartikel-qwas-lernen-wir-aus-stuttgart21q.html"> im Forum</a>!</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Wed, 10 Nov 2010 16:45:48 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Die Macht der Informationstechnologie – Teil 1: Gründe</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/128-die-macht-der-informationstechnologie--teil-1-gruende.html</link>
            <description><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> <w:SplitPgBreakAndParaMark /> <w:DontVertAlignCellWithSp /> <w:DontBreakConstrainedForcedTables /> <w:DontVertAlignInTxbx /> <w:Word11KerningPairs /> <w:CachedColBalance /> </w:Compatibility> <m:mathPr> <m:mathFont m:val="Cambria Math" /> <m:brkBin m:val="before" /> <m:brkBinSub 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<p class="MsoNormal">Dass die Informations- und Kommunikationstechnologie (kurz IKT, beides ist inzwischen nur noch schwer zu trennen) unsere Welt massiv verändert haben und das auch weiterhin werden, ist eine triviale Feststellung. Weswegen haben die IKT aber eine solche Auswirkung und über welche Mechanismen?</p>
<p class="MsoNormal">Technologien sind immer dann besonders einflussreich, wenn sie einen deutlich günstigeren oder umfassenderen Zugang zu einer wichtigen Ressource ermöglichen: Das Auto machte Mobilität einfacher und allgemein verfügbar, die Dampfmaschine ermöglichte ungeahnten Zugang zur Ressource Arbeitskraft, indem sie Muskel- durch Maschinenkraft ersetzte. Die IKT macht Information als Ressource günstiger und leichter erreichbar, und sie stellt große zusätzliche Kapazitäten zur Verarbeitung von Informationen zur Verfügung – zwei sehr unterschiedliche Effekte mit unterschiedlichen Folgen.</p>
<p class="MsoNormal">Die Folgen der verbesserten Verfügbarkeit von Wissen lassen sich auf zwei große Punkte herunterbrechen: Zum einen Zeitersparnis, zu anderen intelligenteres Handeln. Die Zeitersparnis kommt dadurch zustande, dass das Wissen ohne langes Suchen und ohne weite Wege verfügbar ist. Anstatt einen Aktenordner aus dem Schrank zu holen und durchzublättern, kann ich eine Datei öffnen und per Suchfunktion sofort zur gewünschten Stelle springen. Das Durchsuchen vieler Bücher kann ich mir oft ersparen, indem ich mit Hilfe einer Suchmaschine das Internet durchstöbere. Und in vielen Fällen erspare ich mir damit auch den Gang in eine Bibliothek. Dadurch wird Zeit frei, die ich unter anderem dazu nutzen kann, mich ausführlicher oder über mehr Dinge zu informieren, als ich es bislang hätte tun können (vgl. <a href="http://www.humanithesia.org/index.php/blog/demokratie-in-zeiten-des-internets.html">Demokratie in Zeiten des Internets</a>). Die Zeitersparnis führt also gleichzeitig zu einer besseren Versorgung mit Informationen – was zur Folge hat, dass Entscheidungen besser informiert getroffen werden können und dass intelligenter gehandelt werden kann.</p>
<p class="MsoNormal">Die zusätzliche Kapazität zur Informationsverarbeitung ist von ihren Folgen vielleicht sogar noch weitreichender. Der Mensch erweiterte seine körperlichen Möglichkeiten durch den Einsatz von Werkzeug und durch Nutzung der Kraft von zuerst Tieren und später Maschinen, aber die Verarbeitung der Information blieb immer seine Domäne. Inzwischen sind Computerprogramme in der Lage, Informationen zu sichten, zu katalogisieren, Muster zu erkennen und nach bestimmten Anweisungen auszuwerten. Computer nehmen uns Routineaufgaben ab, für die Menschen zu lange brauchen würden, als dass es erwägenswert wäre, ihnen diese Aufgaben zu übertragen; man stelle sich nur einmal vor, Suchmaschinen wären darauf angewiesen, dass Menschen Internetseiten durchforsten, katalogisieren und Rankings erstellen! Das Internet wäre ein wirrer Haufen aus unauffindbaren Informationen. Computerprogramme können darüber hinaus Berge von Daten durchwühlen und auf Muster und Zusammenhänge untersuchen, vor denen ein Mensch kapitulieren müsste.</p>
<p class="MsoNormal">Informationsverarbeitung ist aber mehr als das Wühlen in digitalen Datenbergen. Informationsverarbeitung ermöglicht uns nämlich auch, auf Sinnesdaten und damit unsere Umwelt zu reagieren. In Kombination mit geeigneten Sensoren ermöglicht man damit Maschinen, die Umwelt zu beobachten, zu katalogisieren und gegebenenfalls auf sie zu reagieren. Dadurch wird eine automatisierte Informationssammlung oft erst sinnvoll, da ohne Vorauswahl oder Voranalyse die gesammelten Daten einen für eine akzeptable Suche zu großen Umfang annehmen könnten. Auf die Umgebung reagieren zu können ermöglicht wiederum eine größere Einflussnahme auf die Umgebung – viele Industrieroboter könnten ihre Aufgabe nicht erfüllen, wenn sie nicht durch Sensoren und Informationsverarbeitung<span> </span>ihre Aufgabe an die Umgebung anpassen könnten.</p>
<p class="MsoNormal">Dank IKT haben wir also schnelleren Zugriff auf mehr und – richtig eingesetzt – auch bessere Informationen. Gleichzeitig haben wir auch Zugriff auf mehr frei verfügbare Zeit, da Aufgaben, die früher von Menschen ausgeführt werden mussten, nun von Maschinen ausgeführt werden können. Außerdem ermöglichen uns intelligentere Maschinen Arbeitsprozesse, die ohne sie überhaupt nicht realisierbar gewesen wären. Mehr Informationen, bessere Informationen, wirkungsvollere Hilfsmittel, mehr Zeit für andere Ideen und Projekte – die IKT ist ein machtvolles Werkzeug. Entsprechend überlegt sollte sie aber auch eingesetzt werden, mit einem Blick sowohl für die Chancen als auch für die Risiken. Auf beide einen Blick zu werfen wird der Inhalt des nächsten Blogeintrags sein.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Fri, 05 Nov 2010 16:46:14 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/128-die-macht-der-informationstechnologie--teil-1-gruende.html</guid>
        </item>
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            <title>Open Government: Möglich durch Informationstechnologie</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/127-open-government-moeglich-durch-informationstechnologie.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Heise online hat einen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Government-2-0-Wenn-Behoerden-von-Wikipedia-lernen-1100501.html">interessanten Artikel</a> zum Thema E-Government/Open Government, der einige Schlaglichter auf bürgernahen Einsatz des Internets durch Behörden wirft. Als Beispiel nennt der Artikel unter anderem die Kleinstadt Bad Belzig, die Beschwerden der Bürger sowie Hinweise auf Probleme über ein Webportal entgegennimmt und bearbeitet. Das spart zum einen natürlich Zeit, zum anderen wird dadurch die Aktivierungsschwelle, Probleme wie z.B. Müll im Wald zu melden, deutlich gesenkt. Die Stadt kann dadurch ihre Arbeit besser machen, oder wie es offiziell heißt: Die Bürger helfen der Kommune bei der "Aufgabenerfüllung". Die Verwaltung kann nun mal nicht jedes Problem selbst bemerken.<br /><br />Diese Hilfe durch den Bürger funktioniert nicht nur im Kleinen: Die Stadt Essen rief ihre Bürger auf, Einsparungsvorschläge für den Haushalt zu machen. Auch wenn die Vorschläge lediglich 263 der 381 Mio. € Einsparung erreichen - die Stadt bekommt auf diese Art ein besseres Gespür für die Anliegen der Bürger, die wiederum mehr Verständnis für Sachzwänge entwickeln. Und die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" schlägt die Gründung einer Online-Plattform vor, über die Nutzer Gedanken und Positionen an vom Bundestag eingesetzt Gremien übermitteln können. Das ermöglicht nicht nur engagierten Bürgern Partizipation, sondern kann auch wichtige Sachinformationen an Gremien liefern. Viele Leute wissen eben auch viel. <br /><br />Ohne die heutige Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT) wären solche Projekte natürlich nicht möglich: Der Aufwand, um das gleiche Ergebnis zu erreichen, wäre viel zu groß. Das gilt für viele kleine Dinge, die unser Leben heute besser machen. Das Webportal der Kommune Bad Belzig ähnelt darin einigen Projekten, die die Integrata-Stiftung in den vergangenen Jahren mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis ausgezeichnet hat: Es setzt die IKT dazu ein, einen kleinen Bereich unseres Lebens einfacher zu gestalten und dadurch manches überhaupt erst möglich zu machen. Es existieren ungezählte Möglichkeiten, wie man mit Hilfe der IKT die Lebensqualität verbessern kann, die man oft "nur" finden muss. Zu jeder revolutionären Neuerung kommen tausende kleiner Verbesserungen, die in der Summe nicht weniger wichtig sind, auch wenn wir sie nur teilweise bewusst wahrnehmen mögen. Man darf gespannt sein, welches die nächsten sein werden.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Mon, 04 Oct 2010 11:58:09 GMT</pubDate>
            <guid isPermaLink="false">http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/127-open-government-moeglich-durch-informationstechnologie.html</guid>
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        <item>
            <title>Die Zukunft des Urheberrechts?</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/125-die-zukunft-des-urheberrechts.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Mehr als zehn Jahre ist es nun her, seit CD-Brenner zur Massenware wurden und mit Napster die erste vielgenutzte Musiktauschbörse entstand. Seit dieser Zeit ist das Thema Urheberrecht nie für längere Zeit aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden. Auch wenn ähnliche Diskussionen in den 1980ern und 1990ern über Audiokassetten und Videobändern geführten wurden, erreichten diese weder die gleiche Intensität noch waren sie ähnlich langlebig. Das Vervielfältigen von urheberrechtlich geschütztem Material erreichte damals auch nicht die gleichen Dimensionen wie heute, wo sich das Kopieren von CDs und DVDs zum Volkssport entwickelt hat. Wie aber soll eine Gesellschaft damit umgehen, wenn ein großer Teil ihrer Mitglieder gegen aktuell geltendes Recht verstößt? Und was hat sich im Vergleich zu früher eigentlich Grundlegendes geändert? Die Antwort auf die erste Frage ist schwer, die auf die zweite hingegen einfach: Die Informationstechnologien haben sich so stark weiterentwickelt, dass die Lösungen vieler komplexer Probleme günstig und damit massentauglich geworden sind.</p>
<p>Alle Produkte geistiger Arbeit und damit alles, was geistiges Eigentum sein kann, lässt sich unter einem Begriff subsummieren: Information. Information ist aber etwas, das nicht eigenständig existieren kann, sondern dessen Speicherung immer an etwas Materielles geknüpft ist, sei es der Speicher selbst (z.B. ein Buch) oder ein Gerät zur Wiedergabe (z.B. ein Computer, auch wenn es sich bei diesem Beispiel um eine Vereinfachung handelt). Die Kosten für die Verbreitung der Information sind also die Kosten für die Reproduktion des Speichers bzw. Wiedergabegeräts und die Kosten für die Verbreitung desselben. Sind diese Kosten hoch (z.B. Druckmaschine für Bücher), braucht man einen finanzkräftigen Spezialisten, in der Regel ein Unternehmen (Verlag), das diese Kosten aufbringt und die Informationsträger (Bücher) verkauft und für seine Mittlerrolle einen Gewinn erzielen kann. Sinken hingegen die Kosten, können viele Privatpersonen die Verbreitung der Information selbst übernehmen, so dass kein Mittler mehr benötigt wird.</p>
<p>Genau das passiert seit längerem in einigen Branchen, die eine Mittlerrolle innehaben: Unternehmen wie Zeitungen und Musikkonzerne haben damit zu kämpfen, dass die von ihnen vertriebenen Informationen in digitalisierter Form billig verbreitet werden können. Nachrichten können über das Internet viel preiswerter verteilt werden als über gedrucktes Papier. Für die Reproduktion der Informationen ist nur ein Gerät notwendig, das inzwischen fast jeder besitzt - ein internetfähiger Computer. Musikstücke können ebenfalls zu minimalen Kosten digitalisiert und um die ganze Welt geschickt werden. Die Informationstechnologien haben die Kosten für die Reproduktion von Informationen auf nahezu null reduziert. Information ist dadurch massiv billiger und wird somit für mehr Leute verfügbar, was zunächst einmal eine Steigerung der Lebensqualität und auch eine Bereicherung für die Gesellschaft bedeutet. Zugang zu Informationen ist wichtig für den geistigen Reichtum einer Gesellschaft, ebenso für die Ausbildung und unter andem dadurch auch für die Wirtschaft.</p>
<p>Doch halt! Information muss schließlich nicht nur reproduziert werden, sie muss auch zunächst einmal geschaffen werden. Dieser Schritt ist zeitintensiv und muss daher auch entsprechend honoriert werden, damit er sich lohnt. Und lohnen soll er sich, denn wir wollen ja schöne Musik hören und sorgfältig recherchierte Nachrichten und gute Bücher lesen: Ohne Information keine Informationsgesellschaft. Gegenwärtig sorgen die Mittler, also die Verlage und Musiklabels, aus ihren Verkaufserlösen für die Bezahlung der kreativen Köpfe. Wie sieht es aber aus, wenn diese Mittler untergehen, weil ihre Art der Informationsverteilung zu teuer und damit nicht mehr konkurrenzfähig ist? Das Erschaffen von geistigem Eigentum muss eine ausreichende Grundlage für ein gutes Auskommen sein und bleiben. Das ist die Aufgabe, die das Urheberrecht zu erfüllen hat.</p>
<p>Gegenwärtig schützt das Urheberrecht vor allem die Mittler, die Unternehmen, was lange Zeit einfach und effizient war, da die Unternehmen nicht nur Mittler sind, sondern auch Geld zu den Autoren und Musikern weiterleiten. Wenn die Unternehmen aber nicht mehr die einzige Möglichkeit sind, Information zu vervielfältigen und zu verbreiten, erhalten die Kreativen durch die Unternehmen als einziger Quelle weniger Geld, als ihnen insgesamt eigentlich zustünde. Um das zu verhindern, gibt es zwei Möglichkeiten: Man erhält das alte System mit allen Mitteln, oder man versucht ein neues zu schaffen.</p>
<p>Das alte System zu erhalten wäre meines Erachtens eine Herkulesarbeit. Und ein wesentlicher Teil dieser Herkulesarbeit müsste es sein, den freien Fluss der Information im Internet wenigstens teilweise zu unterbinden, denn solange die Information frei fließt, fließt auch die Arbeit der Kreativen frei und kann fast kostenlos abgegriffen werden, ohne dass der Kreative den Lohn, den seine Arbeit wert ist, erhält. Wer das effizient verhindern will, muss das Internet aber entweder mit hohem Aufwand und gefährlichen Nebenwirkungen in puncto Datenschutz und Privatsphäre überwachen, oder den Informationsfluss so sehr einschränken, dass das Internet dabei viele seiner unschätzbaren Vorteile einbüßt. Sinnvoll ist dieser Weg meines Erachtens nicht. Die Alternative ist es, den Strukturwandel anzunehmen, indem man ein neues System entwickelt.</p>
<p>Aus Sicht der Kreativen, der hochgeschätzten Produzenten von Information, ist ein Systemwechsel nicht unbedingt ein Nachteil. Aufgrund des Monopols beim Verbreiten von Informationen können Unternehmen es sich leisten, den Kreativen einen allenfalls moderaten Preis für ihre Leistungen zu zahlen. Gegenwärtig erhalten Autoren und Musiker im Höchstfall etwa 10% des Ladenverkaufspreises, in vielen Fällen oft nur etwa 5%. Rein theoretisch wäre es für einen Autor oder Musiker also ein gutes Geschäft, wenn wir ihm für ein E-Book oder ein Album 2€ direkt überwiesen. Faktisch aber müsste z.B. ein Musiker ohne Unternehmen die Studioaufnahme des Albums, Werbung etc. selbst finanzieren, so dass der Abgabepreis doch wieder ein Stück höher wäre. Dennoch könnte man sicherstellen, dass der Kunde weniger zahlt und der Kreative trotzdem mehr erhält. Die heutigen Unternehmen würden dann vielleicht in die Rolle von Dienstleistern schlüpfen, die den Musikern organisatorische Aufgaben abnehmen oder Autoren gute Lektoren vermitteln. Der teuer zu bezahlende Vertrauensvorschuss aber, Tonträger oder Bücher zu produzieren, ohne dabei zu wissen, ob sie sich letzten Endes verkaufen werden, ist z.B. keine Notwendigkeit mehr. Musik kann vom Nutzer selbst auf CD gebrannt oder gleich als MP3 abgespielt werden, Bücher können notfalls am Bildschirm gelesen oder - komfortabler - von Anbietern auf Bestellung gedruckt und zugesandt werden. Damit sind zumindest ernste Alternativen zum klassischen Vertriebsweg vorhanden.</p>
<p>Und wie sieht es mit Nachrichten aus, die teuer erstellt werden müssen und dann ohne Gegenleistung im Internet gelesen werden können? Dieses Problem ist meines Erachtens gleichzeitig schwierig und dringend. Eine lebendige, kritische Presse ist schließlich gerade für Demokratien von höchster Bedeutung, nicht umsonst wird die Presse als die "Vierte Gewalt" nach Legislative, Judikative und Exekutive bezeichnet. Und gerade auf diesem Gebiet zeigt sich die Überlegenheit des Internets meines Erachtens am deutlichsten. Keine Zeitung (und erst recht nicht das Fernsehen!) kann ihrem Leser eine solche Fülle an Informationen und Hintergründen zu einem von ihm gewünschten Themenkomplex bieten, zum einen, weil sie nicht so viel Platz, und zum anderen, weil nicht so viele Experten hat. Und das Internet ist hunderte Zeitungen zugleich, mit all ihren unterschiedlichen Meinungen, Argumenten und Blickwinkeln. Und wer die richtigen Seiten zu finden weiß, hat oftmals nicht nur ein größeres Feuilleton, sondern auch ein besser recherchiertes.</p>
<p>Wie stellt man aber sicher, dass jene, die Zeit, Mühe und Sachkenntnis (und oft auch Geld) in die Erstellung solch informativer Seiten investieren, auch angemessen entlohnt werden? Wer bezahlt die investigativen Journalisten von morgen, wenn er auch ohne Bezahlung an ihre Ergebnisse kommen kann? Leider kann ich diese Frage nicht beantworten. Ich halte es aber für möglich, dass am Ende eine Kombination verschiedener Wege stehen wird, und dass Freiwilligkeit einer - nicht der einzige, aber einer - dieser Wege sein könnte.</p>
<p>Wie komme ich auf solch eine optimistische Idee? Eine Gegenfrage: Wieso kaufen so viele Menschen sich heute noch CDs, obwohl sie die Musik auch mit geringem Aufwand aus dem Internet herunterladen und selbst auf eine CD brennen könnten? Wieso hat der iTunes Store innerhalb des Jahres 2009 fast vier Milliarden Musikdateiverkäufe verzeichnet, wenn es Tauschbörsen mit genau den gleichen MP3s gibt, die dort angeboten werden? Wieso kauft man sich DVDs, anstatt sie für deutlich weniger Geld in der Videothek auszuleihen und dann zu kopieren? Weil (fast) jeder von uns der Ansicht ist, dass eine Arbeit ihres Lohnes wert ist, dass man für etwas bezahlen sollte, das man haben möchte und für das andere gearbeitet haben. Weil wir den belohnen möchten, der unser Leben durch das Schaffen von Information interessanter, spannender oder schöner, kurz: lebenswerter gemacht hat oder zumindest unsere Arbeit erleichtert. Linus Torvalds, der Entwickler des OpenSource-Betriebssystems Linux, ist heute ein reicher Mann - weil Firmen, deren Geschäftsmodell auf dem Vorhandensein von Linux basierte, ihm bei ihrem Börsengang Aktien <em>geschenkt</em> haben.</p>
<p>Diese Freiwilligkeit könnte z.B. zusätzlich zu einer erweiterten Kulturflatrate für das Einkommen der Informationsproduzierenden sorgen und somit demjenigen mehr Einkommen sichern, dessen Arbeit höher geschätzt wird. Vermutlich wird es auf die eine oder andere Weise eines Tages eine Pauschalabgabe geben, wie es bereits seit langem eine Abgabe auf Leerkassetten und CD- und DVD-Rohlinge gibt. Warum auch nicht, schließlich zahlen wir auch für die Informationsgenerierung durch Grundlagenforschung (wenn auch teilweise schäbig wenig), wir haben die GEMA, die GEZ und hohe Subventionen für Opernhäuser. Recht sicher bin ich mir nur, dass das heutige Urheberrecht aus den oben genannten Gründen nicht auf Dauer Bestand haben kann. Die Informationstechnologien geben uns die Möglichkeit, zu Information schneller, günstiger und effizienter Zugang zu haben und gleichzeitig auch noch ressourcenschonend zu sein (man vergleiche den Materialverbrauch eines Discman und eines Stapels CDs mit dem eines MP3-Players). Hier haben wir einen Einsatz der IT zum Nutzen der Menschen auf dem Silbertablett, wenn es uns gelingt, geschickt und fair mit ihm umzugehen.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Tue, 14 Sep 2010 10:44:17 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Internet gewinnt Macht</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/122-internetmacht.html</link>
            <description><![CDATA[<p> </p>
<p>Das Internet verändert unser Leben nachhaltig und mit immer größerer Geschwindigkeit.</p>
<p>Seit dem Auftreten des Internet hat sich unser Lebensstil sowohl zum positiven, als auch im negativen sichtbar verändert.<br />Zum Positiven durch Nachrichtenverbreitung, Email, Homebanking, Bestellung per Internet, Spielen, und vieles andere mehr ....<br />Zum Negativen z.B. durch Spam, Netzkriminalität, erhöhten Energiebedarf, wachsende Kluft zwischen arm und reich, etc...</p>
<p>Fast täglich kommen neue Entwicklungen hinzu. Eine sehr aktuelle ist das Placing (auf Deutsch: Ortung), wie es von Facebook nun stark vorangetrieben wird: Jeder Teilnehmer kann mit seinem Smartphone seinen Freunden mitteilen, an welchem Ort er sich gerade befindet. Auch wenn heute vermutlich die meisten Menschen fragen würden: "Wozu soll ich das tun?", so werden es künftig doch sehr viele eben tun, weil es auch Vorteile bringt. Meine Freunde wissen, wo sie mich treffen können und indirekt auch, was ich gerade tue. Vorteil: Das stärkt den sozialen Zusammenhalt. Nachteil: Auch die mir Böses wollen, wissen, wo ich gerade bin oder auch nicht bin, z.B. dass ich nicht zu Hause bin.</p>
<p>In dieser Art gibt es viele weitere Neuerungen, die aufzuzählen müßig ist.<br />Dass die Entwicklung stehen bleiben wird, ist kaum anzunehmen. Wohin aber geht die Reise?</p>
<p>Nun hat sich vergangene Woche doch der Boss von Google, Eric Schmidt, zu den Entwicklungen geäußert, die das Internet nach sich zieht: Er prophezeit, dass jeder Mensch eines Tages das Recht erhalten wird, seinen Namen zu ändern, wenn er volljährig wird, um seine Jugendsünden in Internet abstreifen zu können. Jeder Mensch: natürlich weltweit in allen Kulturen und Ländern, da das Internet ein weltweites Phänomen ist. Wenn er volljährig wird: einmalig, denn als Erwachsener ist man dann wieder voll verantwortlich für seine (Internet-) Untaten. Die Namens-Kultur - eine der ältesten Bestandteile unserer (nationalen) Kulturen - ändert sich tiefgreifend: Jeder muss künftig seinen Jugendnamen (nicht Mädchennamen) angeben, oder doch nicht, denn was nützt eine Namensänderung, wenn man gezwungen ist, den Jugendnamen anzugeben?</p>
<p>Dahinter steckt die Tatsache, dass im Internet über jeden von uns mehr und mehr Information gespeichert ist, die man nicht mehr zurückrufen kann: "Den Radiergummi fürs Internet hat noch keiner erfunden", wie die Initiative "schau hin, was Dein Kind macht" uns eindrücklich vermittelt. Geht das wirklich nicht? Sicherlich nicht demnächst, denn die Schwierigkeiten sind enorm. Es würde sich aber vermutlich lohnen, hier Aufwand reinzustecken.</p>
<p>Die Menge an Informationen, die über uns gespeichert sind, wächst zweifellos stärker als linear, vermutlich eher exponentiell. Und viele Menschen, darunter die meisten US-Amerikaner scheuen sich nicht, dem Internet all diese Informationen anzuvertrauen: Der Gründer von Facebook hat kein Verständnis für Datenschutz: "Über kurz oder lang sind sowieso alle Daten über uns im Internet frei verfügbar."</p>
<p>Unsere Gesellschaft könnte sich wandeln von einer, in der jeder Mensch noch eine respektable Privatsphäre hatte in eine, in der es so gut wie keine Privatsphäre mehr geben wird. Wird der seit Jahrhunderten andauernde Trend zur Individualisierung dadurch gestoppt?<br />Kann er eventuell sogar umgedreht werden, so dass ein Trend zur Sozialisierung der Individuen entstehen kann? Das ist eine der offenen Fragen. Insbesondere ist daran offen, ob dies erwünscht ist.</p>
<p>Unzweifelhaft ist, dass das Internet damit verbundene Veränderungen dramatisch verstärken wird. Das Internet entpuppt sich als Geist, den jemand rief, für den es aber keinen menschlichen Meister mehr geben wird, der es in seine Schranken weisen wird.<br />Das gilt solange, wie der Radiergummi fehlt.</p>
<p>Ein weiteres damit verbundenes Phänomen ist, dass die Menge an Information im Internet rasant wächst, so dass dort in absehbarer Zukunft alles abgespeichert ist, was rund um unser menschliches Leben von Bedeutung sein oder werden könnte: "Das Internet weiß alles". Derzeit kann das Internet draus noch keine Schlüsse ziehen oder gar eigene Handlungen ableiten. Wirklich nicht? Oder doch?</p>
<p>Die Information im Internet veranlassen uns heute schon zu Handlungen, die wir ohne Internet nie täten: Wir fahren mit dem Auto andere Strecken, als wir eigentlich wollten, denn wir umfahren einen Stau. Wir geben Geld weg, das wir uns mühsam verdient haben, denn wir spenden für die Flutopfer in Pakistan, einem Land, das wir nicht kennen. Beispiele gibt es genügend mehr. Die notwendige Folgerung ist: Das Internet veranlasst uns Menschen zu Handlungen. Dieser Effekt wird zunehmen: Siehe Namensänderung.<br />Und die Handlungen werden tiefer und tiefergreifend sein. Das Internet gewinnt an Macht über uns. Solange wir den Stau gerne umfahren und den Menschen in Pakistan gerne helfen, ist das wünschenswert. Aber wie ist das mit der Namensänderung?<br />Wenn wir (negativ) betroffen sind, ändern wir gerne unseren Namen, dann gibt es keinen besseren Lebensweg mehr für uns. Aber wollten wir das eigentlich wirklich? Wir tun etwas gerne aus der augenblicklichen Situation heraus, in die wir eigentlich nicht wirklich gerne gerutscht sind. Das ist das teuflische daran: Das Internet erscheint uns in allen einzelnen Facetten hilfreich, weshalb wir es auch gerne nutzen und weshalb wir als Menscheit ihm im Detail auch immer weitere Eigenschaften beibringen. In der Gesamtheit aber wächst es uns über den Kopf und entwickelt sich zu unserem Gegner.</p>
<p>Noch sind die Wirkungen des Internet auf unsere Gesellschaft erträglich. Aber werden sie es bleiben? Daran sollten wir arbeiten. Wir sollten verhindern, dass das Internet eines Tages uns Menschen zu Sklaven macht. Wir sollten dran arbeiten, dass das Internet ein Werkzeug bleibt, das uns hilft, oder anders gesagt, dass das Internet ein Sklave von uns Menschen bleibt. Wir sollten dafür sorgen, dass das Internet human genutzt wird und nicht umgekehrt uns inhuman ausnutzt. Wohl gemerkt: Wir rufen nicht dazu auf, das Internet zu unterbinden oder abzuschalten. Wir rufen dazu auf, dem Internet rechtzeitig Manieren beizubringen, es zu zähmen, so dass es uns als Menschheit weiterhin dient und nicht uns beherrscht. Wir rufen dazu auf, die Entwicklung rechtzeitig zu erkennen und in geordnete Bahnen zu lenken. Das Internet soll unsere menschlichen Wertvorstellungen beachten.</p>
<p>Das ist die Aufgabe, zu der wir aufrufen: Mitwirkung an der humanen Nutzung der IT!</p>]]></description>
            <author> michael.moerike@integrata-stiftung.de (Michael Mörike)</author>
            <pubDate>Sun, 22 Aug 2010 05:30:21 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Virtuelles Unternehmen für einen Monat</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/120-virtuelles-unternehmen-fuer-einen-monat.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Die Beschäftigung mit dem Themenkomplex "humane Nutzung der IT", speziell mit dem Gebiet "Führung", hat mich an einen Artikel erinnert, auf den ich vor längerem im Online-Magazin Telepolis gestoßen bin und den ich schon damals sehr interessant fand. Anfang Februar 2010 packten die redaktionellen Mitarbeiter des US-Wirtschaftsmagazins Inc. ihre Arbeitsmaterialien und zogen für einen Monat in das Home Office um - sie arbeiteten so weit möglich ausschließlich von zu Hause aus. Das Interessante daran ist der direkte Vergleich zwischen Arbeit im Büro und Arbeit daheim, den die Inc.-Redaktion danach anstellte - vor allem, was die Vor- und Nachteile der Telearbeit im Vergleich zur Büroarbeit anging.</p>
<p>Die Vorteile der Telearbeit sind offensichtlich und gelten universell: Das Unternehmen spart viel Geld für Büroräume und Inventar, zudem erklären manche Mitarbeiter, daheim konzentrierter arbeiten zu können und somit produktiver zu sein. Der Mitarbeiter wiederum spart nicht nur das Geld, sondern auch die Zeit, die er für den Weg zur Arbeit braucht. Um es mit den Worten eines der Inc.-Redakteure zu sagen, "Ich spare nicht nur die 300$ monatlich, die mich das Pendeln zur Arbeit kostet, ich kann morgens um zehn aus dem Bett fallen, brauche fünf Meter bis zum Schreibtisch, und bin bei der Arbeit". Gerade für Familien mit jungen Kindern kann die Telearbeit dadurch organisatorisch ein Segen sein, ganz zu schweigen von der Lebensqualität, das Aufwachsen seines Kindes aktiver und intensiver miterleben zu können. Ein anderer Redakteur merkt an, dass er daheim konzentrierter arbeiten könne und daher produktiver sei. Und nicht zuletzt profitiert auch die Umwelt davon, dass weniger gependelt wird.</p>
<p>Diese Vorteile sind beträchtlich, was die Frage nach den Nachteilen umso bedeutsamer macht. Überraschenderweise zählen die technischen Aspekte der Umstellung kaum dazu, einfach weil die notwendige Technik bereits vorhanden ist. Praktisch jeder hat einen internetfähigen Rechner mit Bürosoftware daheim, für eventuelle Videokonferenzen ist Skype schnell installiert. Das Problem ist laut Aussage verschiedener Inc.-Mitarbeiter vielmehr die Tatsache, dass man wirklich den ganzen Tag daheim arbeitet, woraus sich drei große Fallstricke ergeben.</p>
<p>Fallstrick 1: Das soziale Element der Arbeit bricht großteils weg. "Mein Job drehte sich nur noch um die Arbeit", beklagt ein Redakteur. "Ich vermisste das Erlebnis, etwas mit Kollegen zusammen zu tun. [...] Ich vermisste meine Freunde." Manche nahmen ihren Laptop mit ins Café, um Menschen um sich zu haben und nicht den ganzen Tag allein in ihrer Wohnung zu sitzen. Der geringere Sozialkontakt ist aber nicht für jeden Mitarbeiter ein Problem: "Auf den direkten Kontakt zu den lieben "Arbeitskollegen" kann ich gut verzichten" schreibt einer der Befürworter des Home Office in seinem Kommentar zu dem Telepolis-Artikel. Andere, denen es nicht so geht, sprechen sich für gelegentliche Präsenztage aus, um den Kontakt zu den Kollegen und zum Unternehmen als sozialem Raum nicht zu verlieren, wofür dann aber wieder Büroräume benötigt werden. Gemeinsame Freizeitaktivitäten könnten ebenfalls Abhilfe schaffen, stellen dann aber vom Unternehmen beanspruchte Zeit dar, die trotzdem nicht produktiv verbracht wird. Wer stellt diese Zeit zur Verfügung? Meines Erachtens sollte das Unternehmen das zumindest teilweise tun, da bei solchen Aktivitäten oft auch Arbeitsrelevantes besprochen wird, was wiederum die Arbeit produktiver macht.</p>
<p>Fallstrick 2: Auch das soziale Feedback fehlt und damit ein wichtiger Maßstab zur Selbsteinschätzung: Der Redakteur, der nach eigener Einschätzung daheim produktiver war, berichtete von plötzlichen Stimmungsumschwüngen von großer Selbstzufriedenheit zu tiefstem Selbstzweifel. Man braucht Rückmeldung durch sein Umfelds, um sich selbst besser einschätzen zu können. Am Arbeitsplatz geschieht das oft automatisch, im Home Office eben nicht. Dieses Problem lässt sich durch gute Personalführung beseitigen, optimalerweise gibt der Vorgesetzte von sich aus immer wieder Feedback. Der Anspruch an Führungskräfte ist bei Heimarbeit also höher als bei Büroarbeit.</p>
<p>Fallstrick 3: Dass Arbeit und Freizeit am selben Ort stattfinden, macht die Trennung oft schwierig. Die Arbeit wird nicht zu einem festen Zeitpunkt zurückgelassen, da man das Büro nie wirklich verlässt. Einige der Inc.-Redakteure berichteten, dass ihre Arbeitszeiten sich teilweise bis in die Nacht hinein ausdehnten und Pausen verschwanden. Ein für den Artikel befragter CEO eines virtuellen Unternehmens gab sogar unumwunden zu: "Meine Work-Life-Balance ist eine Katastrophe." Auch dafür gibt es Abhilfe: Mehrere Mitarbeiter empfahlen nach dem Selbstversuch, die Abgrenzung durch Rituale wie das Anlegen der Bürokleidung während geplanter Arbeitszeiten herzustellen. Auch in den Kommentaren zum Telepolis-Artikel wiesen mehrere Forenteilnehmer auf die Notwendigkeit hin, durch Gewohnheiten oder Kontrollmechanismen einen Schlussstrich unter den Arbeitstag zu ziehen. Home Office erfordert also mehr Disziplin vom einzelnen Mitarbeiter als das Büro, weil die soziale Kontrolle wegfällt. Teil dieser Disziplin ist auch, anderen Familienmitgliedern zu verdeutlichen, dass man zwar anwesend, aber eben nicht verfügbar ist.</p>
<p>Diese Fallstricke zu beseitigen erfordert viel Aufwand, sowohl für den Arbeitgeber, dessen Führungsqualitäten viel stärker beansprucht werden, als auch den Arbeitnehmer, der mehr Disziplin und Planung benötigt. Die entscheidende Frage ist also in jedem Einzelfall: Lohnt sich das? Ist der Gewinn durch Telearbeit groß genug, um die Fallstricke bzw. den Zusatzaufwand für ihre Umgehung auf sich zu nehmen? Je nach Einzelfall wird die Bewertung anders ausfallen. Telearbeit ist also zumindest meines Erachtens nicht für jeden und in jeder Situation geeignet. Für junge Familien und sehr individualistische Mitarbeiter ist sie sicher oft ein Geschenk des Himmels, für einen Alleinstehenden, für den die Arbeit einen wesentlichen Teil seines sozialen Umfelds in der Arbeit findet, kann sie zu einem großen Problem werden. Ein solcher Mitarbeiter bei Inc. stellte fest, er habe ständig nur in der Wohnung gesessen und oft tagelang keinen Menschen gesehen. Seinem geistigen und emotionalen Wohlbefinden war das mit Sicherheit nicht zuträglich.</p>
<p>Wie bewerten die Mitarbeiter von Inc. insgesamt den Selbstversuch der Arbeit in einem virtuellen Unternehmen? Einige wenige würden die Heimarbeit ganz bevorzugen, gerade einer der größten Skeptiker resümierte: "Ich würde, wenn ich es könnte, ohne jeden Zweifel Vollzeit von daheim aus arbeiten." Deutlich mehr freundeten sich mit dem Gedanken an, einen Teil der Zeit von daheim aus zu arbeiten, bevorzugt mit viel Entscheidungsfreiheit, wo man sich an den einzelnen Tagen aufhalten muss. Der Großteil der Inc.-Mitarbeiter war allerdings froh, wieder im Büro zu sein - wobei man fairerweise anmerken muss, dass das Inc.-Büro sehr schön gelegen ist und daher gelegentlich für Fototermine vermietet wird.</p>
<p>Mich persönlich würde nun noch interessieren, wie sich die Verteilung zwischen Befürwortern der Heim- und der Büroarbeit verschiebt, wenn sie mehr Zeit hätten, sich an die Arbeit daheim zu gewöhnen und sich besser darauf einstellen könnten. Vermutlich stiege der Anteil der HomeOffice-Befürworter noch ein gutes Stück. Leider wäre so ein Versuch fast schon Grundlagenforschung und für ein Unternehmen wohl nicht mehr rentabel. Aber wäre das nicht mal ein interessantes Studienthema für das Arbeitsministerium?</p>
<p>Sowohl der <a href="http://www.inc.com/magazine/20100401/the-case-and-the-plan-for-the-virtual-company.html">Originalartikel auf Inc.com</a> als auch der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32377/1.html">Telepolis-Artikel</a> sind noch online verfügbar und auch kostenlos. Sehr empfehlen kann ich auch einen ausgiebigen Blick in die <a href="http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?g=32377&newgroup=1&title=%22Produktiver,%20aber%20isoliert%20und%20ungl%FCcklicher%22&author=Thomas%20Pany&url=/tp/r4/artikel/32/32377/1.html&pass=8286be70c5825aea748fd51229fa2149">Kommentare zu dem Telepolis-Artikel</a> in denen sich viele Leser zu ihren Erfahrungen mit Telearbeit geäußert haben. Bei der Lektüre dieser Kommentare erhält man meines Erachtens einen guten ersten Eindruck, was für Aspekte man im Rahmen der Telearbeit berücksichtigen muss.</p>]]></description>
            <author> achim.lorenz@gmx.de (Achim Lorenz)</author>
            <pubDate>Tue, 17 Aug 2010 13:01:46 GMT</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>Studiengang responsible Management</title>
            <link>http://www.humanithesia.org/index.php/component/content/article/70-blogeintrag/106-studiengang-responsiible-management.html</link>
            <description><![CDATA[<p>Der erste Masterstudiengang in Responsible Management wird von der <a href="http://www.sustainable-leader.org">Steinbeis Hochschule Berlin</a> in Zusammenarbeit mit der <a href="http://www.csr-akademie.de"> dokeo CSR-Aklademie Stuttgart</a> als berufsbegleitender Studiengang  angeboten.</p>
<p>Neben Verantwortlichem Führungsverhalten und Corporate Responsable Management (CSR) bietet er seinen Studenten an, unter anderem auch ethisches Handeln im Management zu lernen un in ihren Unternehmen auch gleich anzuwenden.</p>
<p>So stehen auf dem Unterrichtsplan neben Führungsethik, nachhaltigem Personalmanagement, Umwelt-Management, Compliancemanagement auch insbesondere die Nachhaltigkeit, und zwar in allen relevanten Bereichen der Produktion: Marketing, Kommunikation, Forschung, Entwicklung, Produktion und Logistik. Der Geschäftsführer von dokeo, Wolfgang Scheunemann: "Corporate Social Responsibility (CSR) ist für viele Unternehmen sowie ihre Investoren ein wichtiges Differenzierungsmerkmal geworden. Es ist daher wichtig, das Management baldmöglichst auf diesen Wandel vorzubereiten."</p>
<p>Da können wir von der Integrata-Stiftung für humane Nutzung der IT nur zustimmen. Wir finden es sehr erfreulich, wenn solche Gedanken um sich greifen und wünschen dem Studiengang viel Erfolg!</p>
<p>Auch die Stiftungsidee zur humanen Nutzung der IT hat unser Stifter, Dr. Wolfgang Heilmann, in den 90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus seinen frühreren Bemühungen für ein <a href="http://www.integrata-stiftung.de/Fuehrung-in-virtuellen-Org.html">nachhaltiges Führungsverhalten</a> für Manager entwickelt. Schließlich ist heute immer auch IT im Spiel (aber eben nicht nur), wenn irgendeine Form des Managements angewandt wird. Und dann sollte dieses Management eben zum Wohle der Menschen eingesetzt werden - eben nachhaltig, denn was bedeutet sonst nachhaltig?</p>
<p> </p>]]></description>
            <author> michael.moerike@integrata-stiftung.de (Michael Mörike)</author>
            <pubDate>Fri, 02 Jul 2010 16:19:12 GMT</pubDate>
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