Vielleicht braucht es neue und andere Instrumente, aber es braucht eine neue Debattenkultur: Partizipation heisst auch Verantwortung zu übernehmen, nämlich für einen Entscheid. Und um Verantwortung zu übernehmen heisst, sich mit Sachargumenten auseinanderzusetzen - eine sachliche, nicht polemische und faire Diskussion im Sinne des Austauschs von Argumenten scheint mir nicht gerade der deutschen Debattenkultur zu entsprechen.
Und Partizipation heisst auch, dass Entscheidungen, die partizipativ zustande kommen, von allen akzeptiert und vertreten werden! Auch das scheint noch verbesserungsfähig zu sein in D, z.B. wenn ich mir die Reaktionen auf den Schlichterspruch zu S21 von Geissler anschaue.
Partizipation ist deutlich mehr als 'nur' abzustimmen und seine Meinung in einer Demo kund zu tun.
Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass immer mehr Menschen ihrem Unmut äussern, aber gleichzeitig kaum mehr Bürger bereit sind, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, sich zu engagieren, z.B. in Gemeinderäten et al. Nur 'meckern' gilt nicht!
Eine interessante Initiative ist in diesem Zusammenhang die Community of Practice
Collaboratory. Hier ist jedermann aufgefordert, seinen Beitrag zu leisten zu diversen Themen.