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Wir haben 3 Gäste online| OnkoConnect: Ein Weg zur besseren Patientenbetreuung |
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| Geschrieben von: Achim Lorenz | |||
| Freitag, den 21. Mai 2010 um 16:34 Uhr | |||
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Die Behandlungen von schweren und langwierigen Erkrankungen wie Krebs wird zu immer größeren Teilen ambulant durchgeführt. Ambulante Behandlung spart aber nicht nur Kosten und erhöht die Lebensqualität der Patienten, sie stellt auch hohe Anforderungen an die Patientenbetreuung und -beratung, da die Kontaktzeiten zwischen medizinischem Personal und Patienten immer kürzer werden. Das regelmäßige Einnehmen von Medikamenten lässt sich im Krankenhaus besser gewährleisten als im Alltag, außerdem muss der Patient bei ambulanter Behandlung seine Reaktion auf Medikamente oder veränderte Symptome sorgfältig notieren. Ein solches Patiententagebuch ist häufig nicht so zuverlässig wie die Dokumentation im Krankenhaus. Dieser Probleme nimmt sich das Projekt "OnkoConnect" an. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden 16 KrebspatientInnen zwischen 14 und 19 Jahren mit Smartphones ausgestattet. Smartphones sind Handys und tragbare Kleincomputer in einem und ermöglichen ihren Benutzern auch vollen Internetzugang per UMTS oder WLAN. Das Smartphone erinnerte den Träger im Rahmen des Projektes an die Einnahme von Medikamenten und Arzttermine und diente gleichzeitig als Patiententagebuch. Ein Vorteil gegenüber dem klassischen Patiententagebuch ist dabei, dass die Einträge gleich in elektronischer Form vorliegen und schnell verschickt werden können. Vor allem aber trugen die Patienten die Geräte stets bei sich und führten somit zuverlässiger und detaillierter Buch. Um die Akzeptanz und Nutzung der Geräte zu verbessern, durften die Anwender die Smartphones auch für persönliche Zwecke nutzen. Parallel wurden die Erfahrungen der Patienten und einiger ebenfalls mit Smartphones ausgestatteter Eltern und Krankenhausmitarbeiter dazu genutzt, eine eigene Software speziell für die Behandlung zu entwickeln. In einem späteren Versuch wurden dann auch mit dieser Software ausgestattete Smartphones ausgegeben und genutzt. Das Fazit des Pilotprojektes war positiv: Die Geräte wurden ausgiebig benutzt, die Termintreue und die Qualität der Daten aus den Patiententagebüchern verbesserte sich. Sowohl Jugendliche als auch Eltern fanden das System ausgesprochen hilfreich, außerdem unterstützte es die Patienten dabei, Kontakt zu Selbsthilfegruppen o.ä. aufzunehmen. Darüber hinaus könnten in Zukunft auf solchen Smartphones auch wichtige Informationen für die Patienten gespeichert werden und auf den Patienten und seinen Zustand angepasste Fragebögen verschickt werden, um die weitere Behandlung zu planen. Prinzipiell wäre auch die Koppelung der Smartphones mit Sensoren wie z.B. Elektroden für ein EKG denkbar, um eventuell notwendige Untersuchungen zuhause durchführen zu können. Das Projekt OnkoConnect wurde mit dem Wolfgang-Heilmann-Preis 2005/06 ausgezeichnet. Weitere Informationen zu OnkoConnect finden Sie auf der Website des Projektes.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. August 2010 um 13:23 Uhr |
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